Daniel Studer

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Discography

In Transit: moving stills

Michael Jefry Stevens (p)
Jürg Solothurnmann (ss, as)
Daniel Studer (b)
Dieter Ulrich (dr)

recorded at Studio 2, Radio Studio Zurich (DRS2), 2004
sound engineer: Ron Kurz

label:Unit Records 4175, 2007

music: Still, 5:54

order: info@danielstuder.ch, Unit Records

cd reviews:

Solothurnmann is a sleek, elegant player at times, but the moments of greatest inter-est come when he gets a bit gruff, grinding away at an interval for long stretches or scouring the horn with intensity. To call Studer and Ulrich pointillistic would overlook the heat they generate, but they do excel at crafting meaningful details amidst a generally propulsive approach. And Stevens is always a pleasure to hear, syn-thesizing styles rapidly and working a furrow that is somehow both mischievous and emotionally expressive. It's not all stolid reserve, of course. The group brings the freak on "Canto lunatico" with Stevens jabbing away as Solothurnmann churns like Urs Leimgruber channeling Ivo Perelman. Studer gets some lovely bird calls going on "Up-Current" as Stevens constructs chord mobiles that pinwheel in space. The pianist constructs a powerfully moody atmosphere on "Adagio"-Solothurnmann is equally compelling here, with long, patient phrases filled with space and purpose. It's not so much that the music is always abstract, or is too tentative. But even with heat and flash, there's an economy to the playing, a generosity with which the musicians relate to each other, and a commitment to gesture that wins over. A strong release.
Jason Bivins, Cadence 2008

n Transit: Das Beste aus zwei Welten
Bei aller Freiheit warm und entspannt, bei aller Dynamik luftig und leicht: Jürg Solothurnmanns Quartett In Transit zeigte gestern, wie natürlich man improvisieren kann – vorausgesetzt, man spielt auch auf der Klaviatur der leisen Töne. Dazu gehört Mut und vor allem Gelassenheit. Einen Teil davon werden … (sie) … ihrer grossen Erfahrung verdanken. Offensichtlich ist aber auch, dass sich hier vier seelenverwandte getroffen haben. Gemeinsam ist ihnen die Neugierde und die Lust auf Entdeckungen. Gleichzeitig suchen alle vier den schönen Sound, das ganze Leben, das in ihren Instrumenten steckt. In diesem Quartett verbinden sich auf eigentümliche Weise etwa sehr Progressives mit der für den Jazz «klassischen» Suche nach dem perfekten Ton. In Transit hat diesen Ton gestern abend gefunden. Besser hätte der Einstieg in den zweiten, etwas konventionelleren Teil des diesjährigen Jazzfestivals (Schaffhausen) nicht gelingen können.

Schaffhauser Nachrichten, 2008

..In-Transit ... webt auf intuitive weise ein feingesponnenes Netz impulsiver Bewegungslinien. In dieser Musik "out of the blue" wie sie Solothurnmann im Begleitheft nennt, herrscht ein ruhigeres, sensibles Agieren vor, das nur gelegentlich in eruptivere Passagen ausbricht. Melancholie und eine balladenhafte Versonnenheit prägen am häufigsten die Stimmung. Mit Daniel Studer am Bass und Dieter Ulrich, Schlagzeug, sorgen zwei der erfahrensten Musiker der Schweizer Szene für das rhythmische Fundament. Sie agieren jedoch nicht wie eine klassische Jazzrhythmusgruppe, sondern bringen sich als gleichberechtigte Partner in die musikalischen Interaktionen ein. Jürg Solothurnmanns wohldosiertes Saxophonspiel, das fast schlafwandlerisch immer die richtigen Töne zu treffen scheint, lässt genug Raum für Stevens, den dieser mit geschlängelt-feinnervigen Klavierläufen zu nutzen weiss.
Christoph Wagner, Jazz Podium, 2008

In Transit ist eine klassische Free-Band mit den drei bewährten Schweizer Cracks Solothurnmann, Studer und Ulrich und dem wendigen New Yorker Pianisten Michael Jefry Stevens, der sich in diesem Quartett mit impulsiven Attacken und filigranen Gegenstrategien sehr gut ins Szene setzt. Das Rhythmusgespann Studer/Ulrich überzeugt mit seinem latent explosiven Gestus. Eigenständig verankert im Kollektivsound ist auch Jürg Solothurnmann, der nach jahrelanger Auseinandersetzung mit verschiedenen (Jazz-)Idiomen das "instant composing" als beglückend-herausfordernde Gratwanderung entdeckt hat. Seine Interventionen sind überlegt und zeugen von Selektion und Reduktion zugunsten des Ganzen. Es ist eine Musik deren introspektiven bis anarchische geläuterten Entwicklungslinien man auch als Zuhörender gerne folgt.
Pirmin Bossart, Jazz'n'more, 2008

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