Daniel Studer

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Verena Buss und Daniel Studer
Seneca: Die Kürze des Lebens

Verena Buss, Lesung
Daniel Studer, Musik, Kontrabass


Dauer: ca. 70 Minuten

Hörprobe: 18:19

Aufführungen:

Tübingen, Kammertheater, 2015
Basel, Lesegesellschaft, 2015
Sils Maria, Waldhaus, 2014

Beschrieb:

"Wir erhalten kein kurzes Leben, sondern haben es dazu gemacht, und es mangelt uns nicht an Zeit, sondern wir verschwenden sie", schreibt der römische Philosoph Seneca. Lucius Annaeus Seneca wurde um 4 v. Chr. in Córdoba (im heutigen Spanien) geboren und starb 65 n. Chr. in Rom. "Die Kürze des Lebens" ist eine beeindruckend moderne Analyse des Zeitbegriffs an sich und des konkreten menschlichen Umgangs mit der Zeit. Senecas eigenes Leben wurde allerdings ebenfalls und ungewollt verkürzt, als ihn sein Schüler, der Kaiser Nero, zu einem spektakulären Selbstmord zwang.
Der Dichter Durs Grünbein (*1962) befreite den berühmten Text aus der Schublade der ewig haltbaren Lebensrezepte. Ihn interessierte das Janusköpfige von Seneca, seine schriftstellerische Könnerschaft, der Widerspruch zwischen Philosophie und Leben, aus dem gar Dichtung entsteht.

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